Schwitzen im Schlaf: Was tun bei Nachtschweiß?

Falls Sie oft schweißgebadet aufwachen & deswegen nachts kein Auge zutun, dann sollten Sie unbedingt die Ursachen herausfinden. Es können ernsthafte Folgen drohen.

Jeder Mensch schwitzt im Schlaf. Unser Körper benötigt den Schweiß, um die eigene Temperatur zu regulieren.

Manche Menschen schwitzen allerdings übermäßig viel – das kann sogar so weit gehen, dass sie regelmäßig in einem komplett durchnässten Bett aufwachen und die gesamte Bettwäsche austauschen müssen.

Nachtschweiß – starkes Schwitzen während des Schlafens – ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch ein Hinweis auf tieferliegende Gesundheitsprobleme sein.

Falls Sie diese Situation bereits erlebt haben, dann sollten Sie unbedingt genauer hinsehen.

Die möglichen Ursachen für starken Nachtschweiß

Bevor wir uns den Gründen & verfügbaren Lösungen widmen, hier noch ein kleiner Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keinen Besuch beim Arzt.

Wenn Sie regelmäßig stark schwitzen, dann sollten Sie unbedingt den Rat eines Fachmanns einholen. Nur der kann eine zweifelsfreie Diagnose stellen.

Es ist nämlich in vielen Fällen so gut wie unmöglich, die genauen Ursachen für Nachtschweiß herauszufinden.

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Auch die falsche Umgebung kann zu Nachtschweiß führen.

Diese Gründe können Nachtschweiß verursachen:

  • Falsche Bettwäsche. Zu dicke Bettdecken & ungeeignete Kopfkissen können starkes Schwitzen verursachen. In vielen Fällen hindern auch undurchlässige Materialen (billige Polyesterbezüge) die Atmungsaktivität.
  • Zu hohe Temperatur. Besonders im Sommer herrscht oft hohe Luftfeuchtigkeit & Temperaturen. Falls der Nachtschweiß nur vorübergehend oder ganz plötzlich auftritt, liegt es häufig an der Jahreszeit oder Umgebung.
  • Erkältung. Neu auftretender Nachtschweiß kann jedoch auch ein Hinweis auf eine Erkältung oder Grippe sein. In den meisten Fällen kehrt der Körper danach wieder in den ursprünglichen Normalzustand zurück.
  • Symptom einer Erkrankung. Auch andere Krankheiten & Infektionen können Nachtschweiß begünstigen. Einige davon sind: Diabetes mellitus, Tuberkulose, Infektionskrankheiten wie HIV oder Tumorerkrankungen.
  • Hormonelle Störungen. Oft tritt Nachtschweiß auch vermehrt bei einer Schilddrüsenüberfunktion auf. Auch in den Wechseljahren leiden viele Frauen an vermehrtem Schwitzen in der Nacht.
  • Psychische Gründe. Häufig gibt es auch keine messbaren Ursachen, was Ärzte als idiopathischem Nachtschweiß Möglicherweise verursachen psychische Probleme (Sorgen, Stress, Anspannung) das Schwitzen.

Schwitzen im Schlaf – das können Sie tun

Da die Gründe so vielfältig sind, sollten Sie im Zweifelsfall so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen.

In vielen Fällen ist der Nachtschweiß harmlos, doch seltener liegen Ihm auch ernsthafte Erkrankungen zugrunde (vor allem im Kombination mit anderen Symptomen wie Gewichtsverlust).

Ganz allgemein können Sie noch versuchen, Ihre Schlafhygiene zu verbessern, um das Auftreten von Nachtschweiß zu minimieren.

Achten Sie auf Ihre Schlafgewohnheiten

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Regelmäßige Schlafzeiten verbessern den Schlaf & können Symptome wie Nachschweiß lindern.

Unregelmäßiges Zubettgehen, spätes Essen oder ständiges Lesen am Smartphone: Alle diese Dinge können die Qualität unseres Schlafes vermindern und zur Entwicklung von Schlafstörungen beitragen.

  • Es lohnt sich daher immer – nicht nur bei starkem Schwitzen – auf eine möglichst gesunde Schlafhygiene zu achten und die Nachtruhe wichtig zu nehmen.
  • Schlafmangel macht Körper & Geist gleichermaßen zu schaffen. Sie sind nicht nur anfällig für Krankheiten, sondern auch weniger leistungsfähig & belastbar.

Kurz: Schlechter Schlaf verringert Ihre Lebensqualität. Nehmen Sie sich deshalb am besten etwas Zeit, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie besser schlafen können.

Richten Sie Ihr Schlafzimmer passend ein

Auch die Einrichtung Ihres Schlafzimmers beeinflusst die Qualität des Schlafs.

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Machen Sie Ihr Schlafzimmer zu einer Wohlfühloase.

Billige Bettwaren bestehen oft aus Materialien, die keine Luft zum Atmen lassen. Der Körper wehrt sich im Schlaf dagegen und schwitzt stärker.

  • Setzen Sie daher auf möglichst atmungsaktive Materialien. Ein Bezug aus hochwertiger Baumwolle hilft dabei, die Temperatur zu regulieren:
  • Sie nimmt Schweiß auf und trägt ihn nach außen. Das kühlt den Körper und er muss – im Optimalfall – weniger schwitzen.

Auch ein passendes Kopfkissen mit atmungsaktivem Kern kann nächtlichen Schweiß verhindern. Achten Sie beim Kauf am besten darauf, dass der Kopf nicht direkt im Kissen versinkt.

Nicht zuletzt spielt natürlich auch die richtige Temperatur eine Rolle. Lüften Sie ausreichend und stellen Sie sicher, dass Sie während der Nacht nicht unter schweißtreibenden Bedingungen schlafen.

Ernährungstipps bei Nachtschweiß

Es ist hilfreich, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken. Große Flüssigkeitsmengen direkt vor dem Schlafengehen können nächtliche Schweißausbrüche allerdings begünstigen.

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Für scharfe Speisen, Kaffee & Alkohol gilt das gleiche. Sie alle können die Bildung von zu viel Schweiß begünstigen und zu durchnässten Bettlaken führen.

Achten Sie daher am besten darauf, vor dem Zubettgehen etwas Zeit ohne Essen & Trinken einzuplanen.

Treiben Sie genug Sport

Ein trainierter Körper ist nicht nur gesünder, sondern reguliert auch die eigene Temperatur besser. Das kann plötzliche Schweißausbrüche verhindern.

  • Noch entscheidender ist allerdings das Gewicht: Korpulente Menschen schwitzen häufiger & stärker. Der Körper muss während des Schlafes das eigene Gewicht stützen und dadurch die ganze Nacht über deutlich mehr leisten.
  • Das strengt an und beeinflusst nicht nur die Qualität des Schlafs, sondern auch die nächtliche Schweißbildung. Ein hohes Gewicht kann außerdem Schlafstörungen wie die Schlafapnoe (gestörte Luftaufnahme in der Nacht) begünstigen.

Genügend Sport stellt sicher kein Allheilmittel dar, doch er kann das Risiko für Nachtschweiß senken und die Lebensqualität allgemein erhöhen.

Tipp: Ein Faszienroller lockert Verspannungen & verbessert dadurch Ihre Schlafqualität.

Vermeiden Sie Stress vor dem Zubettgehen

Falls Sie beim Einschlafen regelmäßig grübeln oder von Sorgen geplagt sind, dann hilft eine ganz persönliche Einschlafenroutine.

So ein Schlafritual kann alles Mögliche sein: Meditation, Entspannungsübungen oder ein Tagebucheintrag.

Alle diese Maßnahmen helfen uns dabei, den Alltag hinter uns zu lassen und die Sorgen des vergangenen Tages zu vergessen.

Falls Sie häufig nach einem Albtraum schweißgebadet aufwachen, können Sie die Ursachen vielleicht mit diesen Strategien bekämpfen.

Zusammenfassung: Das können Sie gegen nächtliches Schwitzen tun

Aufgrund der vielfältigen Gründe für Nachtschweiß ist es schwer, eine allgemeingültige Hilfestellung zu geben.

Da auch ernsthafte Krankheiten für durchnässte Bettlaken sorgen können, lohnt sich in jedem Fall ein Besuch beim Arzt, um die genauen Ursachen zu klären.

Eine konsequente Schlafhygiene hilft dabei, Symptome abzumildern oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Selbst wenn Krankheiten die Ursache darstellen, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Schlafgewohnheiten immer.

Falls Sie mehr darüber erfahren wollen, wie Sie gesünder schlafen können, dann lesen Sie am besten in unserer Rubrik Besser Schlafen. Dort finden Sie zahlreiche hilfreiche Tipps, mit denen Sie Ihre Nachtruhe optimal gestalten können.